Logo 18 Tagung transp webForstwirtschaft erleben
01. - 04 Juli 2020, Schwarzenborn, Hessen

  • logo20transp.png
  • KWF_Tagung_2020006_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020007_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020003_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020005_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020001_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020004_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020008_web.jpg
  • KWF_Tagung_2020002_web.jpg

Interforst 2014

8. NHF-Sitzung

Im Vorfeld der Interforst fand am 15. Juli in Freising an der TUM die 8. Sitzung des Netzwerk Holzenergie Forst (NHF) statt. Inhaltlich lagen die Schwerpunkte auf den aktuellen Sachständen zur EU Nachhaltigkeitszertifizierung und weiteren EU Entwicklungen sowie dem aktuellen Stand in den Revisionsprozessen der Waldzertifizierungssysteme PEFC und FSC.

In Anbetracht der aktuell schwierigen Lage der Holzenergie fanden intensive Diskussionen statt. So gehen die Mitglieder davon aus, dass im Zusammenspiel vom gerade frisch verabschiedetem EEG, der zweiten Ausbaustufe der BImSchV ab 1.1.2015, sowie den wegbrechenden Hackholzressourcen in den FSC-zertifizierten Bundesländern mit erhebliche negativen Auswirkungen in allen Bereichen der Branche zu rechnen ist.

Nichtsdestotrotz wird das NHF auch künftig den notwendigen fachlichen Input aus den operationalen Bereichen liefern, um so einen Beitrag zur Versachlichung und Fortführung eines inhaltsbezogenen Diskurses zu leisten. In diesem Zusammenhang wurde der offene Brief des Deutschen Forstvereins wie auch die Antwort des Deutschen Verbands Forstlicher Versuchsanstalten bezüglich der BfN-Skripte 352, 430 (Invasive Arten) seitens der Mitglieder ausdrücklich begrüßt.

Denn gerade die Holzenergie leidet unter einer stark ideologisierten und überwiegend von Kampagnen und wenig von Sachargumenten dominierten öffentlichen Diskussion, der es adäquat zu begegnen gilt.

Projektvorstellung

DebarkingHead NHF Mitgl

Das Sonderschaubild 3.3 diente der Vorstellung eines Projektvorhabens, das gemeinsam von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und dem Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e. V. ab September dieses Jahres realisiert werden soll. Auf der Sonderschau wurden die Inhalte und Ziele des Projekts „Nährstoffentzug bei der Holzernte minimieren – durch die Nutzung von entrindenden Harvesterfällköpfen (Debarking Heads)“ präsentiert.

Der am Stand präsentierte Entrindungsfällkopf zog dabei insbesondere viele interessierte Fachleute an und es konnten sehr konstruktive Gespräche geführt werden. Ebenfalls auf großes Interesse stießen die in Projektarbeiten von Studenten des Studiengangs Management Erneuerbarer Energien entwickelten Poster, in denen die komplexen Sachverhalte anschaulich dargestellt waren, vielfach wurde der Wunsch geäußert diese im Nachgang als druckbares PDF zur Verfügung zu stellen, was auch geschehen wird. 

Forsttechnik

Jenz HEM 593

 

Über die Nominierten der KWF-Innovationsmedaillen hinaus gab es die meisten Neuerungen in den Bereichen Sortimentserweiterung sowie Modifikationen zur Anpassung an spezielle Gegebenheiten. Beispielhaft sei hier der neue Jenz HEM 593 genannt, dieser erhielt einen um 20 cm verbreiterten Einzug, was insbesondere die Aufnahme von Kronen- und Landschaftspflegeholz erleichtert. Darüber hinaus wurde der Luftansaugfilter für den zusätzlichen Ölkühler nach vorne auf die Deichsel vor den Kran verlegt um die Verschmutzung weiter zu reduzieren.

 

 

 

 

Woodcracker R1200

Zwei typische Beispiele für die Sortimentserweiterung konnte man am Westtechstand begutachten. So wurde die Produktlinie Woodcracker L (Langholzspalter) um das Modell 540 (max. Öffnungsweite 540 mm) erweitert, hiermit will man insbesondere den Landwirten eine preisgünstige und vielseitig anbaubare Lösung anbieten, die durchaus auch im Semiprofibereich anwendbar ist. Ähnliches gilt für die Woodcracker R 1200 (Stockrodungszange, max. Öffnungsweite 1200 mm), hier reagierte die Firma auf den Wunsch der Marktpartner nach einer Zange für den Anbau an größere Trägerfahrzeuge mit höherer Leistungsfähigkeit

 

 

 

 

 

 

Albach D Kabine

Ein besonderes Schmankerl hatte die Firma Albach zu bieten. Mit dem neuen Albach Diamant wurde erstmals ein geländegängiger selbstfahrender Hacker präsentiert, der mit einer Maximalgeschwindigkeit von 70 km/h auch für Autobahnen zugelassen ist. Darüber hinaus handelt es sich bei der Maschine nahezu um eine komplette Eigenkonstruktion, die bis auf wenige Komponenten vollständig im Hause Albach konzipiert wurde. Um jedoch nicht nur schnell umsetzen zu können, sondern auch die speziellen Anforderungen hinsichtlich der Straßenzulassung in Österreich und der Schweiz Genüge zu tun sowie die altbekannten Qualitäten des Silvator zu erhalten, musste einiges an Konstrukteurskunst aufgebracht werden, denn das alles musste auf einer maximalen Maschinenbreite von nur 2,55 m untergebracht werden.

 

 

 

 

 

 

Albach D Blick a AT

Großen Wert wurde auf den Arbeitsplatz des Maschinenführers gelegt, so bietet die Kabine reichlich Platz, kann bis auf 4,80 m Augenhöhe angehoben werden und bietet in Verbindung mit den Kabinenfenstern, die bis zum Boden reichen, eine perfekte Sicht auf alle relevanten Bereiche. Um den Komfort weiter zu erhöhen ist die Kabine zusätzlich mit einer „Brotzeitecke" ausgestattet, diese enthält neben einem ausziehbaren Brotzeittablett auch einen Kühlschrank sowie eine Mikrowelle. Auch im Bereich Software geht Firma Albach inzwischen eigene Wege, denn auch diese wird nun komplett selbst erstellt. Dies ermöglicht über ein Rückkopplungssystem mit den Kunden eine schnellere und individuellere Anpassung. Über einen 11“ Touchscreen mit zusätzlicher Tastenbedienung sind die wichtigen Daten und Menues schnell zu erreichen und sehr übersichtlich dargestellt, ein problemloser Datenaustausch ist per USB-Stick oder WLAN möglich. Ein GPS ist ebenfalls erhältlich.

Die Maschine wird in der Serienausstattung mit einem 450 kW Motor geliefert, es können aber auf Kundenwunsch auch ein 515 kW und ein 565 kW Motor verbaut werden. Der Rotor hat einen Durchmesser von 1040 mm und kann mit 6, 8 oder 12 Messern bestückt werden. Ein weiteres Detail ist die an der Frontseite integrierte Miniwerkstatt, diese enthält alles was zum schnellen Werkzeugwechsel nötig ist, ordentlich aufgeräumt und ist schnell und bequem zugänglich.

Brennholzzertifikat

Am Mittwoch, dem 16. Juli wurde von Frau Dr. Seeling im Forum das erste Unternehmen mit dem KWF-Zertifikat Brennholzbetrieb ausgezeichnet. Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.zertifizierte-brennholzbetriebe.de.

 

Forum

Am Samstag fand zwischen 12.00 und 13.30 Uhr das Forum „Energieholzbereitstellung – zukunftsfähiges Geschäftsmodell für Forstunternehmer?“ statt. Hierbei berichteten 3 Forstunternehmer über ihre Erfahrungen und Geschäftsmodelle aus den Bereichen Hackschnitzel- und Scheitholzbereitstellung.

Abgerundet wurde das Ganze durch einen Vortrag der Berufsgenossenschaft zum Stand und der Entwicklung der Brennholztechnik unter besonderer Berücksichtigung des Arbeitssicherheitsaspekts. Den hochinteressanten Vorträgen lauschten zeitweise über siebzig Zuhörer, die hier so manches wichtige Detail aus der Praxis erfuhren. Einen detaillierten Bericht hierzu finden Sie in der nächsten Ausgabe.

Tags: ,

App Hilfe im Wald

Interner Bereich

Aktuell sind 283 Gäste und keine Mitglieder online