Ergebnisse des RePlan-Projektes

Im Rahmen des Vorhabens wurde ein Konzept zur Erfassung, Evaluierung und Aktualisierung von Daten zu standardisierten forstbetrieblichen Arbeitsverfahren entwickelt. Es wurde eine neue Kalkulationsgrundlage für Arbeitsverfahren in der Forstwirtschaft geschaffen – die Datenbasis Waldarbeit. Solange die Datenbank als Prototyp vorliegt, ist sie passwortgeschützt. Passwort und Benutzername können beim KWF erfragt werden.

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Als Basis für diese Kalkulationsgrundlage wurden Mittel und Methoden entwickelt, um für standardisierte Arbeitsverfahren Planzeiten zu erfassen bzw. herzuleiten. Zudem wurden Kalkulationsschemata für Plankosten erarbeitet um Hilfsmittel für eine optimale betriebliche Planungsgrundlage zu schaffen.

Die Datenbank Datenbasis Waldarbeit bietet die Möglichkeit, Leistungsdaten und Kosten für die hinterlegten Arbeitsverfahren abzurufen. Dabei können leistungsbeeinflussende Parameter differenziert ausgewählt werden. Im Rahmen einer Recherche kann der Nutzer eigene, spezifische Parameter eingeben, die anstelle der vorgegebenen Daten zur Berechnung genutzt werden können. Die Datenbank ist online kostenfrei nutzbar.

Ergänzt wurde die Datenbank durch ein Online-Eingabetool, mit dem eine anwenderfreundliche Möglichkeit geschaffen wurde, die Datenbasis Waldarbeit zukünftig durch tatsächliche Vollzugsdaten aus Forstbetrieben in ganz Deutschland kontinuierlich zu verbessern und zu aktualisieren.Arbeitsauftrag

Ein weiteres Instrument, welches zur Datengewinnung genutzt werden kann, sind die standardisierten Arbeitsaufträge mit ihren Anlagen. Für jeden der drei im Projekt bearbeiteten Tätigkeitsbereiche wurde ein solcher entwickelt, der als ausfüllbare PDF-Datei zum Download zur Verfügung steht.

AVDie Standardisierung von Verfahrensbeschreibungen nach einer im Projekt entwickelten Struktur bildete eine der Voraussetzungen für die Konzeption der Datenbank. Alle in der Datenbank hinterlegten  Arbeitsverfahrensbeschreibungen sind als PDF downloadbar.

Um themenbezogen Erfahrungen und Fachwissen aus der Praxis zu konzentrieren, wurden während der Projektphase Expertengruppen für jeden der drei im Projekt bearbeiteten Tätigkeitsbereiche gebildet. Diese Expertengruppen, die nach Projektende weiter Bestand haben, validieren die Daten aus Fallstudien, Betriebsergebnissen und auch Zeitstudien und geben sie für die Datenbank frei.

Mit der Erstellung eines Glossars, das mit der Datenbank veröffentlicht wird, wird ein Beitrag zur Harmonisierung forstlicher Begriffe und Definitionen geleistet.

Die Grundidee, ein Netzwerk von Referenzbetrieben zu etablieren, durch welches regelmäßig Daten direkt an die Datenbank übermittelt werden, musste während der Projektlaufzeit überarbeitet werden. Entgegen dem Ansatz im Projektantrag wird kein RePlan-Testbetriebsnetz aufgebaut. Daten auf Verfahrensebene sind aus der Betriebsbuchführung in der Regel nicht ableitbar oder nur mit einem sehr geringen Detailgrad darstellbar. Zudem spielt die mangelnde Bereitschaft, periodisch kostenfrei Daten zu liefern aus den Erfahrungen bestehender Testbetriebsnetze eine große Rolle.

Stattdessen wird nun das Netzwerk aus Praxispartnern bestehen, die fallweise verfahrensspezifische Daten unter definierten Einsatzbedingungen erheben und zur Verfügung stellen können. In der Eingabedatenbank werden diese Daten gesammelt und ausgewertet.

Für eine verlässliche betriebswirtschaftliche Kalkulation fehlte bisher in der deutschen Forstwirtschaft ein Standard einer maßnahmenbezogenen Kosten- und Leistungsrechnung. Ebenso fehlten zum Teil entsprechende Kosten- und Leistungsdaten zu aktuellen Arbeitsverfahren.

Mit dem Ergebnis des Projektes in Form eines Datenbanksystems mit prototypischer Funktionsweise (Datenbasis Waldarbeit) wird der forstlichen Praxis ein lauffähiges Instrument zur Verfügung gestellt, welches die Möglichkeit bietet, forstbetriebliche Maßnahmen effizient zu planen (z.B. Vorkalkulation, Arbeitsplanung, Personal- und Betriebsmittelplanung, Vergleich von Arbeitsverfahren) und die Leistungen der auszuschreibenden oder auch eingehenden Angebote entsprechend zu bewerten. Daten und Kennziffern können darüber hinaus zur Steuerung der Beschäftigung von Arbeitskräften und des Maschineneinsatzes und/oder des Materialflusses dienen. Im Bereich des Controllings stellt die Datenbank ein Hilfsmittel z.B. zu Nachkalkulationen, Prüfung des betriebswirtschaftlichen Erfolges, Optimierung herkömmlicher Verfahren und der Evaluierung der Wirtschaftlichkeit des Maschineneinsatzes dar.

Deshalb eröffnen die Projektergebnisse auch für Forstunternehmer die Chance, realistische Vor-und Nachkalkulationen für die Erstellung ihrer Angebote durchzuführen.

Der Aufgabenschwerpunkt für die Zukunft liegt in der Verbreitung der Projektergebnisse, um somit durch breite Akzeptanz in der Praxis weitere Praxispartner für die Datenlieferung zu gewinnen. Daten aus der Praxis für die Praxis!

 

Projektsteckbrief

RePlan Logo

Projektlaufzeit
04/2015 bis 12/2018

Projektpartner
KWF Logo Schrift 80pxlogo goe grau

Projektförderung
Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), gefördert (Förderkennzeichen 22013214).

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