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01. - 04 Juli 2020, Schwarzenborn, Hessen

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KWF-Seminar zur Ladungssicherung von forstlichen Arbeitsmitteln großer Erfolg

Große Nachfrage zeigt Bedeutung und Brisanz des Themas

Pressemitteilung 45/2009

Am 1. Dezember 2009 veranstaltete das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) in Groß-Umstadt ein Modellseminar zum Thema „Ladungssicherung und Transport von forstlichen Arbeitsmitteln und Betriebsstoffen“. Im Blickpunkt standen dabei nicht Transport von Langholz oder Holz allgemein. Ziel des Seminars war es, Praktikern aus der Forstwirtschaft Möglichkeiten für den sicheren, alltäglichen Transport ihrer Werkzeuge, Arbeitsmittel, Kraftstoffe usw. zum Arbeitsplatz und während der Arbeit aufzuzeigen.

 

Die zahlreichen Teilnehmer wurden von Dr. Ute Seeling, Geschäftsführende Direktorin des KWF, und Herr Hubert Brand, Vorsitzender des KWF-Arbeitsausschusses „Mensch und Arbeit“ begrüßt.

Der verkehrsrechtliche Aspekt mit Verantwortungen und Haftungen des Fahrzeugführers, des Fahrzeughalters sowie des Verladers wurde sehr anschaulich durch Herrn Polizeioberkommissar Manfred Neff vom Verkehrsdienst Süd, Polizeipräsidium Darmstadt, dargestellt. An Hand einer fiktiven Fahrzeugkontrolle schilderte er Kontrollkriterien und die jeweilige Haftung. Mangelhafte Ladungssicherung ist eine Ordnungswidrigkeit, die mit Bußgeld und ggf. Punkten in Flensburg geahndet wird. Dass sich neben dem Fahrer auch der Fahrzeughalter und ggf. der Beladende des Fahrzeugs ordnungswidrig verhalten können, war für viele Seminarteilnehmer absolut neu. Im Falle einer Kontrolle oder eines Unfalles sind Konsequenzen in Form von Bußgeldern und Punkten zu erwarten. Sie reichen für den Fahrer und den Verlader von 35 Euro bis zu 200 Euro und 3 Punkte in Flensburg.

Dipl. Ing. Frank Brüggemann, technischer Aufsichtsbeamter der Berufsgenossenschaft für Fahrzeughaltungen, zeigte im zweiten Vortrag die technische Seite der Ladungssicherung. Mittels eindrucksvoller Bilder zeigte er die physikalischen Grundlagen, wie z.B. Lastverteilungskurven bei verschiedenen Fahrzeugen, Anschlagpunkte, Zurrmittel auf. Die Ladung muss vor allem gegen Verrutschen nach vorne (beim Bremsen) und zur Seite bzw. nach Hinten gesichert werden. Wird dafür z.B. eine Anti-Rutsch-Matte verwendet, kann diese bereits 60% der Sicherheit ausmachen.

Den Abschluss des vormittäglichen Theorieblocks bildete ein Vortrag über den sicheren Transport von Gefahrstoffen, wie z.B. Sonderkraftstoff, durch Manfred Unsöld von der Firma Aspen. Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang, wie ordnungsgemäße Behältnisse für den Transport aussehen sollten. Weitere Themen waren, ob Gasflaschen oder Sonderkraftstoff im Fahrzeuginneren transportiert werden dürfen und wie Mitarbeiter hinsichtlich des Transportes von Gefahrstoffen unterwiesen werden müssen.

Im zweiten Teil des Seminars wurden gute Beispiele aus der Praxis gezeigt und mit den Seminarteilnehmern diskutiert. An vier Stationen wurden jeweils mit Arbeits– und Betriebsstoffen beladene Fahrzeuge gezeigt. Mit einem VW-Pritschenwagen wurde der derzeit übliche Standard in den Forstbetrieben gezeigt. An diesem Beispiel wurde vor allem diskutiert, welche Möglichkeiten es gibt, um solche Zustände zu verbessern.

An einem PKW (VW-Caddy) wurde bereits eine Form der möglichen Ladungssicherung mit Hilfe einer, auf Antirutschmatten seitwärts nieder gezurrten, Kiste dargestellt.

Eine sichere Möglichkeit des Transportes ist auch ein Anhänger. Den Seminarteilnehmern wurde ein Anhängerkonzept des Forstlichen Bildungszentrums Weilburg vorgestellt. Der Ausbau eines Anhängers und die Verwendung eines geprüften Spannnetzes für den Transport von Werkzeugen im Bus haben sich dort bewährt.

An der Station mit einem Personenwagen wurde auf die maximale Gewichtszuladung bis zum max. zulässigen Gesamtgewicht, die Gewichtsverteilung sowie die sichere Verstauung allgemein hingewiesen.

Aufgrund der großen Nachfrage und Bedeutung des Themas, wird das KWF, noch vor der Interforst 2010 ein zweites und im Herbst 2010 evtl. noch ein 3. Seminar durchführen.

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Peter Harbauer

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