Erste KWF-Thementage zeigen Bodenschonung beim Forstmaschineneinsatz

Praxisvorführungen, Informations- und Diskussionsrunden im September in Dierdorf

Pressemitteilung 11/2010

Am 29. und 30. September 2010 finden im Bereich des rheinland-pfälzischen Forstamtes Dierdorf die KWF-Thementage „Bodenschutz“ statt. Es ist die erste Veranstaltung des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) in dieser Art. Das KWF kommt damit dem Wunsch seiner Mitglieder und Träger nach, themenspezifische Tagungsangebote zu aktuellen Fragen zwischen den großen KWF-Tagungen zu organisieren. Den Fachbesuchern werden, in direkter Autobahnnähe, die vielfältigen Lösungsmöglichkeiten in Informations- und Diskussionsrunden und mit Praxisvorführungen nahe gebracht. Es werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis präsentiert. Die Veranstaltung richtet sich daher an alle Akteure der Forst und Holzkette, für die Bodenschonung ein Thema ist.

 

Der Forstmaschineneinsatz ist aus ökonomischen und ergonomischen Gründen unumgänglich. Dabei sind Konflikte mit anderen Zielen (z.B. Bodenschonung) des Forstbetriebes und gesellschaftlichen Erwartungen kaum vermeidbar. Die Forstchefkonferenz (FCK) beauftragte daher das KWF eine Arbeitsgruppe „Bodenpflegliche Holzernte“ zu installieren. Deren Arbeitsergebnisse und Lösungsvorschläge wurden bereits im Herbst 2009 vorgelegt. Demnach ist Bodenschutz ist nicht kostenlos zu haben. Bevor in neue, teure Technik investiert wird, sollten aber die organisatorischen Möglichkeiten zur Verbesserung des Bodenschutzes mit der bisherigen Technik ausgeschöpft und vor allem auch bezahlt werden. Dies ist letztendlich billiger und effektiver. Nachteilige Wirkungen des Forstmaschineneinsatzes lassen sich aber vor allem durch sorgfältige Arbeitsvorbereitung, -organisation und -kontrolle wesentlich verringern oder vermeiden.

Aufbauend auf diesem Ergebnispapier werden Maßnahmen zum Thema Bodenschutz bei der Holzernte umfassend demonstriert, erläutert und mit den Besuchern zu diskutiert. Die Lösungs- und Verbesserungspotenziale aus den organisatorischen sowie den maschinen- und verfahrenstechnischen Bereichen werden vorgestellt. Neben der Prophylaxe, die auch das Erfassen, Kennzeichnen und Dokumentieren von Rückegassen umfasst, wird auch deren biologische und technische Sanierung thematisiert.

In einem Großzelt werden an Informationsständen beispielhaft „Leuchtturmprojekte“ erläutert. Zweimal täglich finden Diskussionsforen zu Schwerpunktthemen statt. In einem zweiten, sich anschließenden Zelt und im Außengelände können Firmen ihre themenbezogenen Angebote vorführen. An den Zeltbereich schließt sich ein Waldgelände mit unterschiedlichen Geländeverhältnissen an. Dort werden durch neutrale Experten ausgewählte Verfahren präsentiert. Mitwirkende Firmen nutzen den Bereich für themenbezogene Vorführungen.

So werden umfassend konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis gegeben.

Interessierte Fachbesucher können sich unter http://www.kwf-tagung.org/bodenschutztage/aktivet/ zu Vorverkaufskonditionen anmelden.

2862 Zeichen (mit Leerzeichen)

Peter Harbauer

Interner Bereich

Aktuell sind 324 Gäste und keine Mitglieder online