Neues KWF-Technikum feierlich eingeweiht

Neue, modernere und größere Räume für Prüfungen entstanden

Pressemitteilung 11/2011

Am 19. Mai 2011 wurde das neue KWF-Technikum in der Zentralstelle des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. mit einem Festakt eingeweiht. Vor 200 geladenen Gästen sprachen Clemens Neumann (BMELV), Carsten Wilke (HMUELV) und Stefan Meier (GRUBE KG, Sprecher des KWF-Firmenbeirates) Grußworte. Alle Redner stellten dabei die hohe Bedeutung des KWF für die deutsche und europäische Forstwirtschaft fest und werteten das neue Technikum als großen Schritt in die richtige Richtung. Nach den Feierlichkeiten wurden die Gäste durch das neue Gebäude geführt und über die Prüftätigkeit des KWF informiert. Im Anschluss an den Festakt begann der zweitägige KWF-Workshop „Demografischer Wandel in der Forstwirtschaft“.

 

Zu Beginn der Eröffnung fasste der Vorsitzende des KWF, Ministerialdirigent Peter Wenzel, die zehnmonatige Bauzeit zusammen. Er ging dabei auch auf die 50-jährige Geschichte der KWF-Immobilie ein. Für die energetische Sanierung des bestehenden KWF-Bürogebäudes und das Errichten eines Erweiterungsbaus zum Verlagern der Prüfräume stellte der Bund aus dem Konjunkturprogramm II rund 2,7 Millionen Euro zur Verfügung. Damit sind im Erweiterungsbau 600m2 neue Prüf- und Laborräume entstanden. Der wurde Bau in Holzständerbauweise ausgeführt. Es wurden dafür 85m3 Holz verwendet. In dem Gebäude wurden zudem ein moderner Haustechnikraum zur Gebäudebelüftung (mit Wärmerückgewinnung) und eine neue Holzheizung - die mit Hackschnitzeln und Pellets befeuert werden kann - installiert. Das Bürogebäude wurde mit umfassender Isolierung energetisch auf den heutigen Stand gebracht. Alle alten Fenster wurden durch dreifachverglaste, moderne Fenster und alle Leuchtkörper durch Energiesparlampen ersetzt. Durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt das KWF zukünftig in etwa die Strommenge, die es selbst verbraucht. Wenzel dankte dem Bund für die Finanzierung, allen Bau-Partner, die an den Baumaßnahmen beteiligt waren und der KWF-Belegschaft für die reibungslose Umsetzung.

Ministerialdirektor Clemens Neumann, Leiter der Abteilung Biobasierte Wirtschaft, Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft im Bundesministerium für Ernähung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) stellte eingangs fest: „Der Wald ist etwas Besonderes und wird von der Bevölkerung sehr hoch geschätzt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass das KWF mit seinem Know-how dazu beiträgt, dass Forstwirtschaft nachhaltig, mit moderner Technik betrieben werden kann, dass angemessene Arbeitsschutzbedingungen entwickelt werden und somit die Zahl der Unfälle und Verletzungen reduziert werden können.“

Ministerialdirigent Carsten Wilke, Leiter der Abteilung Forsten und Naturschutz im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, übermittelte die Grüße des hessischen Landesministeriums und bekräftigte, man sei „stolz, dass das KWF bei uns in Hessen beheimatet ist“. Besonders lobte er, dass „sich das KWF in seiner fast 50jährigen Geschichte kontinuierlich weiterentwickelt hat. Bei den Stichworten Arbeitssicherheit und Umweltverträglichkeit geht es um Innovation und um zeitgemäßen, sicheren Technikeinsatz. Mit dem neuen KWF-Technikum ist ein weiterer wichtiger Schritt gemacht“.

Stefan Meier (Grube KG), Sprecher des KWF-Firmenbeirates, stellte anschließend fest, dass es rund ca. 300 Unternehmen gibt, die Forsttechnik und forstliche Ausrüstung herstellen und damit handeln. Diese stellen eine Wirtschaftskraft von mehreren Milliarden Euro dar. Meier: „Wir Firmen benötigen ein neutrales, eigenständiges, unabhängiges, starkes, vitales, europäisches KWF, das sich den Herausforderungen der Zukunft stellt. Das neue Technikum ist hierzu ein starkes Zeichen.“

Die Einweihungsfeierlichkeiten dauern drei Tage und enden am Samstag (21. Mai) mit einem Tag der offenen Tür für alle Interessierten.

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Peter Harbauer

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