KWF - Forstmaschinenstatistik zeigt deutliche Belebung des Marktes

Absatz in Deutschland 62 Prozent über dem Vorjahr

Pressemitteilung 13/2011

Am 1. Juni stellte das Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF) auf der LIGNA in Hannover die jährliche KWF-Forstmaschinenstatistik vor. Die zentral vom KWF erhobene Statistik gibt Auskunft über die Entwicklungen auf den Märkten Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nach dem Rekordjahr 2007 ist der Forstmaschinenmarkt in Deutschland 2008 und 2009 stark eingebrochen. Die erhobenen Verkaufszahlen für 2010 zeigen für Deutschland eine deutliche Erholung und Belebung des Marktes. Auch in Österreich und der Schweiz sind moderate Steigerungen zu verzeichnen.

 

Laut KWF-Maschinenstatistik wurden im Jahr 2010 in Deutschland insgesamt 305 neue Forstschlepper, zwei Harwarder und 106 Harvester für den professionellen Forsteinsatz verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das insgesamt eine deutliche Steigerung um 62%. Trotzdem bleiben die Verkaufszahlen noch klar unter dem Vorkrisenniveau. Auffallend ist dabei, dass dieser Zuwachs fast ausschließlich den Kurzholzmaschinen zuzuordnen ist. Im Berichtsjahr wurden 147 neue Forwarder und 36 neue Kombischlepper verkauft. Von den Einbrüchen der Jahre 2008 und 2009 war die Cut-to-Length-Technik (CTL-Technik) allerdings auch am stärksten betroffen. Der Absatz von Langholz-Schleppern liegt – mit 122 verkauften Einheiten - nur leicht über dem Vorjahresniveau.

In Österreich sind 2010 insgesamt 25 neue Forstschlepper (16 Forwarder, ein Kombischlepper, acht Langholzschlepper) und 23 neue Harvester für den professionellen Forsteinsatz verkauft worden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine moderate Steigerung der Gesamtstückzahl um rund 20%.

In der Schweiz wurden insgesamt 39 neue Forstschlepper (zehn Forwarder, sechs Kombischlepper, 23 Langholzschlepper) und acht neue Harvester abgesetzt. Das sind insgesamt 27% mehr als in 2009.

Die Harvester machen in Österreich stückzahlmäßig fast die Hälfte (48%) des gesamten Maschinenabsatzes aus. Ihr Anteil liegt dort deutlich höher als in Deutschland (26%) und der Schweiz (17%).

Bei den Schleppern für den Einsatz im Langholz (Seil-/Kran-Rückeschlepper und Kombischlepper) ist es umgekehrt. Sie haben in der Schweiz - mit einem Anteil von 62% am Gesamtabsatz - die größte Bedeutung. In Deutschland entfielen 38% der verkauften Maschinen auf diese Maschinengruppen, in Österreich lediglich 19%.

Nach wie vor hoch ist der Anteil an verkauften Modellen mit KWF-Prüfung. Rund 70% der abgesetzten Forwarder und neu angeschafften Harvester führen das Prüfzeichen des KWF oder sind derzeit in Prüfung beim KWF.

Bereits zum neunten Mal informierte das KWF über die Neumaschinen-Verkaufszahlen für die Maschinengruppen Harvester, Forwarder (Kurzholz) und Seil-/Kranrückeschlepper (Langholz) in Deutschland. Für Österreich und die Schweiz wurden die Zahlen zum zweiten Mal erhoben.

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Peter Harbauer

Hintergrund:

Die Abfrage der Zahlen zum Erstellen der Forstmaschinenstatistik erfolgt jährlich und zentral durch das KWF. Die Daten werden streng vertraulich behandelt. Es handelt sich um eine Vollerhebung bei allen Herstellern und Importeuren. Sie werden ggf. durch qualifizierte Schätzungen ergänzt. Die KWF-Forstmaschinenstatistik bietet somit den einzigen detaillierten und kompletten Überblick über die Situation und auch die Stimmung der gesamten Branche.

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