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01. - 04 Juli 2020, Schwarzenborn, Hessen

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Landrat Kübler informiert beim KWF über die Energie- und Klimaschutzperspektiven für den Odenwaldkreis

Am 6. Oktober fand in der Zentralstelle des Kuratoriums für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF), in Groß-Umstadt, ein Workshop zum Thema „Hackschnitzeleinblastechnik“ statt. Die zahlreichen Teilnehmer informierten sich dabei über die Beratungsleistungen des KWF beim Thema Energieholz, über aktuelle Rahmenbedingungen für das Nutzen von Holzhackschnitzeln und folgten den anschließenden Demonstrationen. Gäste waren Entscheidungsträger aus den umliegenden Kommunen, Handwerker aus dem Bereich Heizungsbau, Schornsteinfeger und Hackschnitzellieferanten. Der Landrat des Odenwaldkreises, Dietrich Kübler, stellte in seiner Rede dar, welch große Rolle Holz im zukünftigen Energiemix im Odenwald spielt.

 

Der Odenwaldkreis ist zu über 60 % bewaldet. Bereits zu Beginn der 2000er Jahre wird ein „Holzdialog“ geführt. Schon damals wurde, laut Kübler, die Basis für eine stärkere Nutzung des heimischen Rohstoffes und Energieträgers Holz gelegt. Mittlerweile sei der Odenwaldkreis zur „BIOREGIO Holz“ gekürt worden. Gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg erhielt man die Anerkennung als „KlimaRegio“. Der Landrat erläuterte anhand zahlreicher Beispiele, dass sich in diesem Umfeld eine Vielzahl von Firmen ansiedelt und gegründet haben. Der Region seien durch geeignete politische Rahmenbedingungen auch die Zugänge zu verschiedenen Förderprogrammen auf Landes- bzw. Bundesebene eröffnet worden.

Im Anschluss daran erläuterte Bezirksschornsteinfegermeister Uwe Picker die Konsequenzen, die sich durch die Änderungen und Neuerungen des Bundes-Immissionsschutzgesetzes für den Betrieb von Holzheizanlagen ergeben. Zwei Aussagen kamen dabei deutlich heraus: Erstens die Anforderungen sind bereits deutlich erhöht worden. Das betrifft schon Anlagen ab 4 kW Nennwärmeleistung. Diese Entwicklung wird – nach Einschätzung von Picker - weiter gehen. Zweitens wies er mehrfach daraufhin hin, dass die Qualität des Brennstoffs eine absolut entscheidende Größe darstellt. Das gilt sowohl hinsichtlich der Energieausbeute (Wassergehalt), als auch hinsichtlich der Asche und der Emissionen (Menge und Inhaltsstoffe).

Bestätigt wurden diese Aussagen noch einmal im Vortrag von Diplom-Holzwirt Georg Krämer, der als Berater für Innovation und Technologie an der Holzfachschule Bad Wildungen den Bereich Festbrennstoffe betreut. In seiner Präsentation ging es um die innerbetriebliche Qualitätssicherung im Rahmen bestehender Normen und Zertifizierungssysteme. Als Grundbedingung für eine gleich bleibende Qualität des Brennstoffes nannte er die innerbetriebliche Kontrolle, Prüfung und Dokumentation. Das ist die Basis für eine Zertifizierung durch ein externes unabhängiges Institut.

Nach den Fachvorträgen folgten praktische Demonstrationen der - an der Veranstaltung beteiligten - Firmen, Wagner Energieholz GmbH (Lieferant und Erzeuger von Qualitätshackschnitzeln aus der Region), und INAST Abfallbeseitigung GmbH (Logistikpartner). Gemeinsam stellten beide Firmen erstmals die - neu in der Region verfügbare - Technologie des Einblasens von Hackschnitzeln in den Hackschnitzelbunker vor. Dabei werden - ähnlich einer Pelletanlieferung - die Hackschnitzel über ein Schlauchsystem in den Lagerbunker eingeblasen. Hierzu informierte die Herstellerfirma des Einblascontainersystems, die - Tropper Maschinen und Anlagen GmbH - ausführlich. Darüber hinaus konnten sich die Teilnehmer bei den ausstellenden Firmen Rennergy Systems AG, Inno Tec GmbH und Herz Armaturen GmbH über moderne Heiztechnik informieren.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch eine Demonstration der Einblastechnik vor Ort in den Lagerbunker des KWF-Technikums.

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Peter Harbauer

Interner Bereich

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