KWF-Workshop „RFID in Forst- und Rundholzlogistik“ großer Erfolg

RFID bereit für praktischen Einsatz im Cluster Forst&Holz

Pressemitteilung 21/2011

Am 25. Oktober fand in der KWF-Zentralstelle in Groß-Umstadt ein Workshop zum Thema „RFID in Forst- und Rundholzlogistik“ statt. An dem Treffen nahmen Teilnehmer aus Forschung, Forst- und Holzwirtschaft, sowie Produzenten der RFID-Technologie teil. Dadurch war ein intensiver fachlicher Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis möglich. Es wurde über den aktuellen Kenntnisstand aus den verschiedenen RFID-Projekten, über die noch offenen Fragen und über die nächsten Schritte bis zu einer Praxiseinführung diskutiert.

 

Am Ende der eintägigen Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig: Die notwenige Technik, um RFID im Cluster Forst und Holz einzusetzen, ist - als Prototyp - vorhanden. Verschiedenste Projekte haben bewiesen, dass man RFID in Forst und Holz nutzen kann, und worauf zu achten ist. Viele Projekte zeigen sogar, dass es mit RFID nicht nur möglich ist wirtschaftlich zu arbeiten, bisherige Verfahren und Abläufe können vereinfacht und damit verbessert werden. Eine entscheidende Erkenntnis aus den bisherigen Projekten ist, dass RFID nicht alle Bedürfnisse befriedigen oder allen Ansprüchen genügen kann. Um optimal zu funktionieren, muss RFID für die verschiedenen Logistikprozesse angepasst werden. Um zu vermeiden, dass auf diesem Wege individuelle Insellösungen geschaffen werden, die womöglich nicht kompatibel sind, muss eine frühzeitige Abstimmung zwischen den interessierten Partnern erfolgen. Dabei ist zum Beispiel auf einheitliche, bereits etabliert, Datenstandards (z.B. ELDAT) und auf kompatible Lesegeräte zu achten.

Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass es notwendig ist, das Entwickeln von RFID-Technik durch Forst- und Holzwirtschaft zu begleiten. Das KWF wurde daher gebeten, die Moderation im Abstimmungsprozess rund um die Rahmenbedingungen und die Anforderungen an die Technologie zu übernehmen. Vom KWF sollen - im Zuge von Expertengesprächen - eine Potenzialabschätzung, ein Anforderungskatalog und eine Marktübersicht entwickelt werden.

Damit erhalten sowohl RFID-Interessierte aus Forst- und Holzwirtschaft, als auch Entwickler und Hersteller die Sicherheit, dass Investitionen in zukünftige Logistiklösungen nicht zu Fehlinvestitionen werden.

Die Geschäftführende Direktorin des KWF, Dr. Ute Seeling, stellte abschließend fest: „Entscheidend ist es jetzt, dass das KWF den angestoßenen Diskussionsprozess weiter moderiert. Auf dieser Basis können in Kürze Prototypen entwickelt werden. Diese müssen sich in der Praxis der Forst-Holzlogistikkette bewähren. Nur so kann gezeigt werden, welche Chancen sich durch die RFID-Technologie für die Forst- und Holzbranche bieten.“

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Peter Harbauer

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