• 020_.jpg
  • kwf01.jpg
  • Impression.jpg
  • web_Eichenbestand_01.jpg
  • web_IMAG0013.jpg
  • 240_.jpg
  • kwf03.jpg
  • kwf02.jpg
  • 400.jpg
  • buche.jpg
  • navi_harvest.jpg
  • Esche.jpg

Netzwerk Holzenergie Forst (NHF) 2016

11. NHF-SITZUNG

Am Freitag, den 10. Juni fand die 11. Sitzung des Netzwerks Holzenergie Forst (NHF) statt. Schwerpunkthema waren die EU-Nachhaltigkeitszertifizierung, MCP-RL/TA-Luft, Fachverband Holzenergie (FVH) als Sparte im Bundesverband Bioenergie (BBE), sowie die FSC-Revision.

Herr Siegmund (BBE/FVH) erläuterte den aktuellen Sachstand. Basierend auf der RED erläutert er die möglichen Kriterien für Waldholz und ging insbesondere auf den Hauptstreitpunkt, die „Nachhaltige Forstwirtschaft“ ein. Innerhalb der Kommissionen wird gegenwertig darüber gestritten welche diese definiert. Ferner ist nach wie vor die Frage des Geltungsbereichs nicht geklärt. Laut eigener Einschätzung der EU-Kommission wird eine nichtnachhaltige Waldholznutzung im Binnenmarkt, aufgrund der regionalen Strukturen sowie der vorhandenen Gesetze als vernachlässigbar angesehen. Leider, so Siegmund weiter, berücksichtige die die EU-Nachhaltigkeitszertifizierung nahezu ausschließlich ökologische Aspekte und vernachlässige die beiden anderen Säulen der Nachhaltigkeit, die soziale und wirtschaftliche fast vollständig.

Herr Alter (C.A.R.M.E.N. e.V.) berichtet über den aktuellen Stand der EU-MCP-RL sowie deren Umwandlung in nationales Recht in Form der TA Luft. Die MCP-RL gilt für Anlagengrößen von 1 bis 50 MWth und wurde am 25.11.2015 erlassen. Der erste Entwurf der TA Luft vom 29.05.2015 zeigt, dass bei der deutschen nationalen Gesetzgebung die Grenzwerte wieder deutlich verschärft wurden. Sollten diese Werte nicht korrigiert werden, bedeutet dies das Aus für nahezu alle Bestandsanlagen, so Alter. Erste vorsichtige Schätzungen rechnen mit einem Kostenfaktor vom 1,5 bis 2,5-fachen der bestehenden Anlage, was insbesondere bei den gegenwärtigen Brennstoffpreisen das sichere Aus der Bestandsanlagen bedeuten und den Anlagenneubau verhindern würde. Eine Empfehlung der Branche an das BMUB findet sich auf den Folien 26 bis 32, die vollständige Stellungnahme ist bei C.A.R.M.E.N. downloadbar.

Herr Heinrich stellte den aktuellen Stand der FSC-Revision vor, geändert wurden der wesentliche Passus zum Nichtderbholz nicht und aller Voraussicht nach wird dieser in der aktuell vorliegenden Version am 29./30. Juni auf FSC-Vollversammlung in Hamburg auch entsprechend beschlossen. Das zweite hierzu verfasste Positionspapier soll zusammen mit einer Pressemitteilung zur Vollversammlung veröffentlicht werden. Herr Heinrich merkt dazu kritisch  an, dass nämlich im Gegensatz zur PEFC-Revision kein direkter Einfluss ausgeübt werden könne und das genau hier das Problem liege. Insbesondere die Länder die den Standard kritisch sehen sind nicht FSC zertifiziert und nicht Mitglied, z. B. Bayern, Niedersachsen, Thüringen oder aber zertifiziert und nicht Mitglied wie z. B. Hessen. Die vergangenen drei Jahre (das erste Positionspapier wurde im Oktober 2013 an den FSC übergeben), haben überdeutlich gezeigt wie wenig Einflussnahme für Externe Stakeholder real besteht. Trotz dreimaliger Eingabe bei der Internetkonsultation sowie eines FSC-internen Workshops zum Thema Nichtderbholznutzung, ist bis jetzt keine Änderung des Standards in Sicht. Eine nahezu unverständliche Reaktion, denn, so ein Auditor auf dem o. g. Workshop - der Revisionsprozess diene ja gerade dazu, neueste wissenschaftliche Erkenntniss sowie Erfahrungen aus der Praxis in den neuen Standard einfließen zu lassen. Obwohl seitens des NHF wie auch weiterer Akteure immer wieder auf die vorhandenen Studien und Erfahrungen der Praktiker hingewiesen wurde, scheint dies bis heute keineswegs bei den FSC-Mitgliedern auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Das NHF vermisst diesbezüglich den argumentativen, sachlichen und fairen Austausch mit dem FSC-Deutschland.

10. NHF-SITZUNG

Am Donnerstag, den 18. Februar fand die 10. Sitzung des Netzwerks Holzenergie Forst (NHF) statt. Schwerpunkthema waren die dritte FSC-Konsultation, MCP-RL/TA-Luft, sowie der Fachverband Holzenergie (FVH) als Sparte im Bundesverband Bioenergie (BBE).

Herr Heinrich referierte zu allen Themen und brachte die Netzwerkmitglieder auf den aktuellen Stand. Hinsichtlich FSC-Revision wurde die teilnahme an der dritten Internetkosultation beschlossen sowie ein zweites Positionspapier zu verfassen in welchem, unter dem Eindruck des Weltklimagipfels in Paris, besonders auf die klimarelevanten Vorteile der Waldbewirtschaftung und Holzenergie hingewiesen werden sollte.

Hinsichtlich der MCP-RL (Emmissionen bei mittleren Anlagen 1 - 5 MW FWL) teilte Herr Heinrich mit, dass seitens der Verbände (BBE, FVH, AGDW) mit Unterstützung des NHF positiv Einfluss genommen werden konnte. Mit den in der MCP-RL hinterlegten Grenzwerten wäre ein Weiterbetrieben der Holzheizwerke wie auch der Holzkraftwerke bzw. Holzheizkraftwerke möglich. Nichtsdestotrotz müsse man dranbleiben, da die Experten davon ausgehen, dass in der TA-Luft Novelle mit einer Verschärfung zu rechnen sein wird.

In diesem Zusammenhang erläuterte Herr Heinrich die Struktur des im Vorjahr ausgegründeten Spartenverbands FVH im BBE und dessen bisherige Aktivitäten. Erstmalig gibt es jetzt einen bundesweit zuständigen Fachverband für die Energieholzsbranche. Letzteres schien längst überfällig, betrachtet man allein den Anteil der Holzenergie an der egsamten Bioenergie wie auch im Bezug auf alle Erneuerbaren. Zum einen trägt der FVH dazu bei das Profil der Holzenergie zu schärfen, viel wichtiger sei aber, dass jetzt für die aktuellen Schwerpunktbereiche AG's gegründet worden seien, die ein wesentlich schnelleres und zielgerichteteres Arbeiten ermöglichten. Siehe hierzu auch den verlinkten Info-Flyer.

Darüber hinaus wurden Querschnittsausschüsse im BBE und BEE gegründet um gemeinsam Positionen abzustimmen und künftig mehr mit "einer Stimme" zu sprechen.

Login

Nicht alle Inhalte der Seite sind für Gäste und Besucher uneingeschränkt zugänglich. Nutzen Sie daher Ihre Zugangsdaten um alle Inhalte freizuschalten. Die Zugangsdaten z.B. für Fachausschüsse werden Ihnen vom KWF zugeschickt.

Eine Selbstregistrierung ist aus technischen Gründen nur für Mitglieder unter Nennung ihrer jeweiligen Mitgliedsnummer möglich.

Interner Bereich

Aktuell sind 113 Gäste und keine Mitglieder online