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ELDAT - Der Standard (ausführliche Fassung)

Wie ELDAT entstand

Ursprünglich wurden die in der Forstwirtschaft generierten Holzdaten analog aufgenommen, verarbeitet, vervielfältigt, übermittelt und wiederum aufgenommen und verarbeitet. Durch diese mehrfache Informationsverarbeitung und -übermittlung war der Austausch von Holzdaten äußerst fehleranfällig und zeitraubend. Mit Aufkommen der digitalen Datenverarbeitung kamen zudem noch Medienbrüche hinzu, die manuelles Eintippen von Daten erforderten. Aus diesem Grund bildeten Vertreter des Deutschen Forstwirtschaftsrates (DFWR) und des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) unter Leitung der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg im Jahre 2000 eine Arbeitsgruppe mit dem Titel „Elektronischer Datenaustausch Holzdaten“ (ELDAT). Ziel war es, einen einheitlichen Schnittstellenstandard zur Übertragung von Holz- und Betriebsdaten zu entwickeln. Das Ergebnis dieser Arbeitsgruppe war die Datenschnittstelle ELDAT, die nun seit 2002 in Gebrauch ist.

Die Ziele von ELDAT waren und sind somit:

• ein beschleunigter Datentransfer
• eine indirekte Beschleunigung des Holzflusses aus dem Wald auf Grund des schnelleren Datenaustausches
• Beschleunigung des Zahlungsverkehrs bei Werksvermessung
• die Reduktion des Eingabeaufwandes
• Datenfehler / Datenverluste reduzieren
• eine Ausschöpfung von bestehenden Rationalisierungspotentialen
• Kosteneinsparung, vor allem in der Verwaltung, aber auch im gesamten Betriebsablauf

 Die Grundstruktur

Man entschied sich für die Vorgaben „Strukturneutralität“ und „Warenkorbprinzip“.
Die Strukturneutralität besagt, dass nicht in betriebliche Geschäftsprozesse eingegriffen wird und sowohl Art als auch Menge der übermittelten Inhalte praktisch vollständig der Vertragsfreiheit, bzw. Absprache der jeweiligen Geschäftspartner unterliegen.
Das Warenkorbprinzip bezeichnet die Vorgabe weniger Pflichtfelder (Identifizierende Merkmale) und vieler frei wählbarer optionaler Felder (Sachmerkmale). Damit soll der Einstieg in die Schnittstelle mit unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen möglich sein.
Die Informationsinhalte werden durch verschiedene Satzarten (z.B. „Satzart Adressdaten Holzabnehmer“, „Satzart Adressdaten Holzlieferseite“, „Satzart Los – Einzelstammdaten“, „Satzart Los – aggregierte Daten“, und 20 weitere) strukturiert. Diese Satzarten dienen sozusagen als thematischer Rahmen und stellen damit eine Verbindung zwischen den einzelnen Eingabefeldern her (siehe Abbildung 1).

 

Abbildung 1 - Exemplarischer Ausschnitt einer Excel-Darstellung für die Satzart „Los – Einzelstammdaten“ (HLE). Zu sehen sind v.l.n.r. die Feldbezeichnungen der Eingabefelder (Information/Feld), Schlüssel, Maximalformate, die Pflichtvorgabe und Hinweistexte mit hinterlegten Referenztabellen.

 

Referenztabellen (z.B. „Referenztabelle Vertragsart“, „Referenztabelle Längeneinheit“, „Referenztabelle Sorte“, und 43 weitere) dienen der einheitlichen und eindeutigen Beschreibung von Informationen und werden als Eingabevorgabe bestimmten Feldern hinterlegt. Die Maximalformate definieren ob ein Feld mit Text und/oder Zahlen gefüllt werden muss und wie viele Zeichen eine Eintragung maximal haben darf.
Seit der Version 2.1 ist es möglich, Transporteure über spezielle ELDAT-Satzarten mit in den Holzbereitstellungsprozess einzubinden, wodurch sich die Anzahl der Satzarten von 15 auf 24 steigerte.

Betrachtet man sich das Schema der ELDAT-Programmierung, erinnert es an einen Stammbaum.

Abbildung 2 - Schematische und stark gekürzte Darstellung der ELDAT-Baumstruktur.


In Abbildung 2 ist stark schematisiert und gekürzt zu sehen, dass alles von der Satzart „Adressdaten Holzabnehmer“ (ADA) ausgeht. Daran angehängt sind die übrigen Satzarten (beispielhaft hier in Blau die Satzart „Los – Kopfdaten“ (HLK) und „Los – Einzelstammdaten“ (HLE)), die sich wiederum „öffnen“ lassen. Hierdurch ergibt sich die Beziehung der Satzarten untereinander. Die Satzart „Los – Kopfdaten“ (HLK) muss z.B. immer mindestens eine Satzart „Los – Einzelstammdaten“ (HLE) oder „Los – aggregierte Daten“ (HLA) enthalten und folgt selbst immer aus der Satzart „ADA“. Die in den Satzarten vorgegebenen Eingabefelder (Information/Feld) bilden die Container für die einzutragenden Informationen, die letztlich übermittelt werden sollen. Hierbei gibt die Feldbezeichnung vor, welche Information in das jeweilige Feld eingetragen werden darf. Hierdurch ist es für die EDV des Empfängers möglich die erhaltenen Informationen nach der selben Struktur auszulesen und im eigenen Warenwirtschaftsprogramm anzuzeigen. Dies ist notwendig, da ein gängiger Computer bisher nicht in der Lage ist Informationen inhaltlich zu hinterfragen, Zusammenhänge festzustellen und diese dann selbst einzuordnen. Da die Daten meist automatisch aus einem Warenwirtschaftssystem ausgelesen und für den Versand in die ELDAT-Struktur eingefügt werden, bzw. beim Empfänger aus einer ELDAT-Struktur heraus in ein Warenwirtschaftssystem eingelesen werden, ist dem Nutzer die hier gezeigte Struktur nicht geläufig. 

Die Versandformate

Die Daten werden in zwei Formatierungen versandt, die mittels Konverter in das jeweils andere Format übertragen werden können. Dem CSV-Format und dem XML-Format. Da das CSV-Format früher von jeder gängigen Bürosoftware gelesen und verarbeitet werden konnte, erhoffte man sich hiervon einen leichten Einstieg für kleinere Unternehmen. Daneben nutzte man aber auch das XML-Format, welches durch seine Metainformationen, die automatische Plausibilitätsprüfung und frei wählbare Darstellung des Dateninhaltes gekennzeichnet ist. Aufgrund der Zukunftsfähigkeit, der hohen Datenbankkompatibilität und der Internetorientierung von XML-Formatierungen, ging man aber bereits von Anfang an davon aus, dass sich diese durchsetzen würde.

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