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Bürgermeister Ruppert pflanzt Baum des Jahres beim KWF in Groß-Umstadt

Fichte ist ein wichtiges Rückgrat für die heimische Forst- und Holzwirtschaft

Pressemitteilung 08/2017

Der Bürgermeister von Groß-Umstadt, Joachim Ruppert, pflanzte zum Tag des Baumes, am 25. April, eine Fichte am Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF). Damit wird der „Pfad der Bäume“ am KWF um eine Baumart erweitert. Die Fichte ist Baum des Jahres 2017. Sie ist ein wichtiges Rückgrat für die heimische Forst- und Holzwirtschaft, schafft Arbeitsplätze im ländlichen Raum, trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei, ist aber gleichzeitig vom Klimawandel bedroht.

Die Fichte ist der Symbolbaum für gelungene Wiederbewaldung in Deutschland. Sie hat den deutschen Wald in den letzten zwei Jahrhunderten entscheidend geprägt und die Gemüter bewegt. Die Holznot im 18. und 19. Jahrhundert, Reparationshiebe und Wiederaufbau machten die Baumart in der Forstwirtschaft viele Jahre unersetzlich. Die Fichte eignete sich als anspruchslose Baumart hervorragend zur Wiederaufforstung. Bald lieferten reine Fichtenwälder große Mengen Holz. Allerdings wuchs auch das Risiko, große Teile eines Bestandes durch Sturmwurf, Borkenkäferschäden oder Rotfäule zu verlieren.

Die Aufgabe der Forstwirtschaft besteht daher schon seit einigen Jahren darin, gefährdete Standorte zu erkennen und rechtzeitig mit klimaresistenten Baumarten anzureichern. Heute findet man die Fichte oft in Mischwäldern mit Buchen, Kiefern oder Douglasien. So kann der wertvolle, CO2 -neutrale Rohstoff Fichtenholz in einem stabilen Wald gewonnen werden. „Auf dem richtigen Standort und in stabilen Mischwäldern, ist die Fichte eine wunderbare Baumart. Sie ist unverzichtbar für unsere heimische Bau- und Holzwirtschaft“, erklärte Prof. Dr. Ute Seeling, Geschäftsführende Direktorin des KWF beim Pflanzen der Fichte. Das Holz ist relativ leicht, fest und elastisch. Es eignet sich als Bauholz, für Möbel und als Rohstoff in der Papierindustrie.

Gleichzeitig gilt die Fichte als die heimische Baumart mit dem ungünstigsten Anpassungspotenzial an kommende klimatische Veränderungen. Sie benötigt nur wenige Nährstoffe, die Wasserversorgung hingegen muss gewährleistet sein. Für große Schwankungen der Niederschlagsmenge ist sie schlecht gerüstet.

Seit 27 Jahren wird der „Baum des Jahres“ ausgerufen. 2017 wurde erstmalig die Fichte gewählt. Mit einem Anteil von 25 Prozent an der Waldfläche ist sie häufigste Baumart Deutschlands. Wie keine andere Baumart polarisiert die Fichte. Ihr Anbau wird unter Forstleuten, Waldbesitzenden und Naturschützern seit Jahrzehnten stark diskutiert, nicht erst seit den Jahrhundertorkanen des Jahres 1990.

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P. Harbauer

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